Die Tage auf dem 50 Hektar großen Hof in Südbrandenburg waren geprägt von spannenden Lernerfahrungen. Zwischen Haselnusshecken, freilaufenden Hühnern und einem kleinen Hofladen entstand ein Austausch über Grenzen hinweg — über Betriebsformen, Generationen und Regionen.
Der Hof bewirtschaftet seine Flächen nach Bioland-Richtlinien und setzt stark auf Diversifizierung: Neben Getreide und Gemüse gibt es eine kleine Hühnerherde für Freilandeier, einen wachsenden Haselnussanbau und einen Direktvermarktungsstand am Hof.
Lernen durch Tun
Statt in Seminarräumen verbrachten wir den Großteil der Zeit draußen. Wir haben geholfen, Gemüse zu sortieren, haben beim Zaunbau mitgemacht und gemeinsam gekocht — aus dem, was der Hof hergab.
Das Programm „Hof mit Zukunft" legt bewusst Wert auf informelle Lernmomente. Es sind oft die Gespräche beim Abendessen oder beim Spaziergang über den Acker, in denen die wichtigsten Einsichten entstehen.
„Ich habe in vier Tagen mehr gelernt als in einem halben Jahr Fortbildungskurse." — Teilnehmer aus Thüringen
Vielfalt als Stärke
Was dieser Hof besonders eindrücklich zeigt: Diversität schützt. Wenn eine Kultur schlecht läuft, fangen die anderen auf. Das gilt für die Betriebswirtschaft genauso wie für das Ökosystem. Eine Lektion, die sich auf viele Betriebe übertragen lässt.