In tiefer Sorge blicken wir auf die andauernden Krisen weltweit. Kriege, Klimaextreme und der Kollaps globaler Lieferketten zeigen: Die Art, wie wir Landwirtschaft und Ernährung organisieren, ist nicht krisenfest.
Das muss sich ändern — und zwar jetzt.
Was auf dem Spiel steht
Die globalen Lebensmittelmärkte reagieren sensibel auf politische Erschütterungen. Ein Konflikt in einer Getreideregion lässt die Preise auf der ganzen Welt steigen. Düngemittelengpässe in einem Land treffen Bauernhöfe auf einem anderen Kontinent. Das System der industriellen Weltmarkt-Landwirtschaft, das sich als effizient verstand, erweist sich in Krisenzeiten als fragil.
Für Bäuerinnen und Bauern bedeutet das: steigende Kosten, unkalkulierbare Märkte und der strukturelle Druck, weiter zu wachsen — obwohl wachsen nicht mehr die Lösung ist.
Was Meine Landwirtschaft fordert
Wir brauchen eine Agrarwende, die Ernährungssouveränität stärkt:
- Regionale Versorgung muss Priorität vor Exportorientierung haben
- Öffentliche Gelder müssen in resiliente, bäuerliche Betriebe fließen — nicht in Agrarindustriekonzerne
- Böden, Wasser und Biodiversität müssen als strategische Ressourcen geschützt werden
- Kurze Lieferketten und Direktvermarktung brauchen politische Rückendeckung
Eine Ernährungswende ist keine Luxusdebatte. Sie ist eine sicherheitspolitische Notwendigkeit.
„Wer in Krisenzeiten nicht selbst produzieren kann, was Menschen brauchen, hat ein Problem — egal wie viel Geld er hat." — Sprecherin des Bündnisses Meine Landwirtschaft